Enddarmerkrankungen

Erkrankungen des Enddarms und des Afters betreffen in besonderer Weise die Intimsphäre. Andererseits sind Erkrankungen des Enddarms sehr verbreitet und betreffen bis zu 70 % der Erwachsenen.

 

Die häufigsten Beschwerden sind Blutungen, Jucken und Nässen. Nicht immer verbergen sich hinter diesen Beschwerden Hämorrhoiden. Schlackenarme Kost, Genussmittel, Bewegungsmangel und Stress, die negativen Folgen der "Wohlstandsgesellschaft" belasten unseren Organismus. Der Enddarm wird hierbei häufig zum Spiegel unserer inneren Erkrankungen.

 

Wir führen eine Untersuchung des Enddarms mit speziellen Instrumenten schonend und in geschützter Atmosphäre durch. Falls erforderlich können Verödungen von Hämorrhoiden sofort durchgeführt werden.

 

Es erfolgt immer eine Beratung über sinnvolle Umstellungen der Ernährung und des Lebensstils.

 

 

Hier finden Sie Tipps zur Vorbeugung von Hämorrhoiden

Was können Sie selbst gegen das Hämorrhoidalleiden tun?

 

Das Hämorrhoidalleiden ist eine chronische Erkrankung, das heißt, Sie müssen leider mit erneuten Beschwerden rechnen. Deshalb sollten Sie in Zukunft alle Lebensgewohnheiten vermeiden, die das Hämorrhoidalleiden begünstigen. 

Dies ist der erste Schritt zur Vorbeugung und Besserung ihrer Beschwerden! 

 

Bewegen Sie sich viel 

Auch wenn Sie tagsüber im Büro viel sitzen müssen, bewegen Sie sich zwischendurch so viel wie möglich.  Meiden Sie den Fahrstuhl, benutzen Sie lieber die Treppe. Wenn möglich lassen Sie ihr Auto stehen und gehen Sie auch mal zu Fuß.

Aber auch im Sitzen können Sie Ihre Schließmuskeln trainieren: Kneifen Sie Ihren After zusammen, so als ob Sie einen Stuhlgang verhindern wollten, zählen Sie bis fünf und lassen Sie dann wieder locker. Wiederholen Sie die Übung etwa 30 mal, am besten mehrmals täglich. Ein regelmäßiges Langzeittraining ist für den Erfolg wichtig!  

 

Treiben Sie Sport

Gymnastik, Nordic Walking, Wandern, Radfahren und Schwimmen sind zu empfehlen. Joggen und Tennis dagegen weniger, weil hier der Beckenboden stärker belastet wird und die Beschwerden dadurch zunehmen können.  

 

Ernähren Sie sich gesund

Achten Sie auf Ihr Gewicht und essen Sie ballaststoffreich: Müsli, Weizenkleie, Vollkornbrot, Knäckebrot, Vollkornnudeln, Gemüse (besonders Bohnen, Erbsen, Linsen, Karotten, Fenchel, Sellerie, alle Kohlarten) und Obst (besonders Rhabarber, Äpfel, Birnen, Trockenobst wie Datteln, Feigen, Pflaumen) und Salate.  Reduzieren Sie Weißbrot, Kuchen, Kekse und Schokolade. 

Diese Ernährung soll für einen regelmäßigen und geformten Stuhl (weder zu hart noch zu weich) sorgen.  Zusätzlich sollten Sie stark gewürzte Speisen vermeiden. Sie sollten unbedingt darauf achten, reichlich Flüssigkeit (zwei Liter täglich) zu trinken. Alkohol und Kaffee sollten aber nur in Maßen genossen werden. Nehmen Sie möglichst  keine Abführmittel ein, denn diese können Darm träge machen und ebenfalls zum Hämorrhoidalleiden führen.  

 

Hören Sie auf Ihren Darm 

Wenn Sie merken, dass Sie auf die Toilette müssen, sollten Sie auch gehen, denn unterdrückter Stuhlgang macht den Stuhl fester und fördert Verstopfung.  Nehmen Sie sich Zeit beim Stuhlgang, sitzen Sie locker und bequem, leicht nach vorne gebeugt, auf der Toilette. Sie dürfen allerdings keine „Sitzungen“ mit Zeitung oder Buch abhalten, da während des langen Sitzens auf der Toilette das ganze Gewicht auf den unteren Regionen lastet und damit auch auf die Hämorrhoiden drückt. Insgesamt sollten Sie nicht länger als drei Minuten für den Stuhlgang benötigen. Versuchen Sie nicht, durch starkes Pressen auf der Toilette den Stuhlgang zu erzwingen und vermeiden Sie vor allem das sogenannte Nachpressen nach der Stuhlportion, da es das Gewebe stark belastet und das Hämorrhoidalleiden verstärkt.  

 

Die richtige Analhygiene

Tragen Sie saugfähige, luftdurchlässige, locker sitzende Unterwäsche. Baumwolle ist hier besonders günstig, vermeiden Sie Kunstfasern. Der Analbereich sollte zumindest abends, wenn möglich sogar nach jedem Stuhlgang, mit lauwarmen Wasser gesäubert werden (Sitzbad, Bidet, Abduschen). Verwenden Sie keine Seife oder Shampoos, denn diese zerstören die natürliche Schutzschicht der Haut und begünstigen somit eine Hautschädigung.

Vermeiden Sie Rubbeln beim Abtrocknen, versuchen Sie stattdessen vorsichtig trocken zu tupfen.  Für unterwegs werden von Experten Zellstoff-Taschentücher empfohlen. Nach der Säuberung mit dem Toilettenpapier wird der Analbereich mit einem angefeuchteten Zellstoff-Taschentuch gesäubert und dann mit einem weiteren Zellstoff-Taschentuch abgetrocknet.